I) Ästhetische Chirurgie:
Augenbrauenlifting - Augenlidkorrektur
- Facelifting - Faltenunterspritzung
- Fettabsaugung - Hautstraffung
- Narbenkorrektur - Nasenkorrektur
- Ohrenkorrektur
Innerhalb der Haar-Stirngrenze wird ein Schnitt gesetzt, mittels
einer Fixiernaht das Gewebe gehoben, und die überschüssige
Haut entfernt.
Dieser Eingriff erfolgt stationär oder ambulant in lokaler
Betäubung.
Die Nähte werden nach einer Woche entfernt.
- Oberlidstraffung (Blepharoplastik des Oberlids)
Diese Operationstechnik wird angewendet beim Absinken der Augenbrauen
und Erschlaffung des Lidmuskels der Oberlider. Durch diese natürlichen
Veränderungen wirkt man meist müde und erschöpft,
und die seitlich gelegene überschüssige Haut führt
zu einer Einschränkung des Sehvermögens.
Am Oberlid werden die überschüssige Haut und kleine Fettdepots
entfernt. Die Narbe wird in die natürliche Lidfalte platziert,
sodass sie später fast nicht mehr zu erkennen ist.
Der Eingriff erfolgt stationär oder ambulant in lokaler Betäubung.
Die Nähte werden nach einer Woche entfernt.
- Unterlidstraffung (Blepharoplastik des Unterlids)
Durch Anlagerungen von Fettgewebe und Verlust der Hautelastizität
kommt es zur Bildung von Tränensäcken und Falten im Bereich
des Unterlids.
Die Unterlidstraffung erfolgt mittels eines gewebeschonenden Lidrandschnitts
und das Fettgewebe und die überschüssige Haut werden entfernt.
Der Eingriff erfolgt stationär oder ambulant in lokaler Betäubung.
Die Nähte werden nach einer Woche entfernt.
Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer Erschlaffung der Gesichtsmuskulatur
und des unter der Haut liegenden Gewebes. Es entsteht der Eindruck,
dass zuviel Haut vorhanden ist. Das Facelifting richtet sich nach
den individuellen Wünschen der Patienten und dient der Entfernung
der überschüssigen Haut.
Möglichkeiten für ein Facelifting:
- Straffung der Stirn mit Anhebung der Augenbrauen und Glättung
der Zornesfalten
- Schläfenlifting (betrifft die Augenpartien)
- Anhebung der Wangen mit Straffung des Halses
- Halsstraffung mit Entfernung des Kinnfettes
Im Normalfall werden Schläfen, Wangen und Hals im Zuge einer
einzigen Operation gestrafft.
Der Eingriff erfolgt stationär in lokaler Betäubung und
dauert 3 - 4 Stunden. Je nach Eingriff ist ein Krankenhausaufenthalt
von 1-2 Tagen erforderlich.
Die Fäden werden nach 1o Tagen entfernt und die Schwellungen
bilden sich in den nächsten 1 - 2 Wochen zurück.
Bei dieser Art der Behandlungen kommt es zu einer Verminderung der
Gesichtsfalten und Substanzverlusten von Haut oder Unterhautgewebe
durch Unterspritzung von Stoffen, die vom Körper selbst wieder
abgebaut werden. Die Wirkung hält individuell je nach Patient
zwischen vier und sieben Monate an. Nach den Behandlungen kann es
kurzzeitig zu Blutergüssen oder leichten Schwellungen im Bereich
der Einstichstellen kommen. Eine Kühlung mittels Kompressen wird
empfohlen.
Botox: Botulinumtoxin wird zur gezielten Ruhestellung
von mimischen Muskeln im Gesicht und Halsbereich eingesetzt. Die
Anwendung erfolgt vor allem bei Zornesfalten, Krähenfüßen,
Oberlippen- und Augenfalten. Das Medikament wird in die mimische
Muskulatur knapp unter die Haut injiziert. Der Effekt tritt nach
2 - 12 Tagen ein.
Körpereigenes Fett ("autologes Fettgewebe"):
Wird durch Fettabsaugung in örtlicher Betäubung gewonnen
und in die gewünschten Regionen injiziert.
Poly-Milchsäure (New-Fill®): Voll-synthetisch
hergestellte körpereigene Substanz - synthetisch gewonnen. Besonders
geeignet für Nasolabialfalten, Mundwinkelfalten und zum Wangenaufbau.
Für den vollen Effekt sollte es in einem Abstand von 1 - 2 Monaten
zweimal injiziert werden.
Hyaluronsäure-Präparate (Restylane®, Hylaform®):
Biotechnologisch hergestellte körpereigene Substanz. Sehr weiches
Material, gut für oberflächliche Fältchen geeignet.
Kollagen (Zyderm®): Aus Rinderkollagen gewonnene Substanz. Vorteil:
Sehr gut zu spritzen, weich, gut für oberflächliche Fältchen
geeignet. Nachteil: Muss am Patienten vorgetestet werden, da relativ
häufig Allergien auftreten.
Mittels der Liposuktion können dauerhaft Fettzellen aus Bauchdecke,
Hüft- und Lendenregion (Reiterhosenlipomatose), Gesäß
und Oberschenkeln entfernt werden.
Eine Mikrokanüle wird durch einen sehr kleinen unauffällig
liegenden Hautschnitt eingeführt und das überschüssige
Fett mittels Unterdrucks herausgesaugt.
Je nach Körperteil wird in Allgemeinnarkose oder Lokalanästhesie
operiert.
Nach dem Eingriff sind einige Tage lang Blutergüsse und leichte
Schmerzen zu erwarten. Bauchbinden, Mieder und Stützstrümpfe
stabilisieren den Körper etwa 6 Wochen lang.
Je nach Beschaffenheit der Hautstruktur ist nach der Fettabsaugung
- im Zuge einer späteren zweiten Operation - eine Straffung
der Haut möglich bzw. notwendig.
Die Plastische Chirurgie kann Oberarme / Oberschenkel straffen und
schlaffe Haut am Bauch entfernen (Bauchdeckenplastik). Der immer
stärker werdende Hautüberschuss ist eine Folge der Hautalterung,
tritt nach starken Abmagerungskuren oder Schwangerschaften auf.
Das überschüssige und erschlaffte Haut- und Fettgewebe wird
operativ entfernt, wobei die besten Erfolge erzielt werden, wenn der
Patient sein Idealgewicht bereits erreicht hat. Die Schnitte werden
in unauffällige Körperregionen gelegt.
Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose und bedingen in der Regel
einen Krankenhausaufenthalt von ein bis drei Tagen.
Danach ist eine 3 – 4 wöchige körperliche Schonung
einzuhalten und es wird das Tragen von Stützstrumpfhosen oder
Mieder empfohlen. Die Nahtentfernung erfolgt nach zehn Tagen.
Narben können kosmetisch stören, aber auch Funktionsbeeinträchtigungen
der betroffenen Körperteile bewirken.
Narbenkorrekturen werden erst nach der Ausreifung der Narbe –
ungefähr nach einem Jahr – durchgeführt. Ausnahmen
sind Narben, die zu einer funktionellen Behinderung führen
können.
Der operative Eingriff zur Entfernung erfolgt je nach Größe
in lokaler Anästhesie oder Vollnarkose.
- Entfernung von Nasenhöckern
- Verschmälerung der Nase oder Nasenspitze
- Verkleinerung der Nase
- Korrekturen bei Atemwegsbeschwerden
Diese Eingriffe sind etwa ab dem 19. Lebensjahr - nach Abschluss
des Längenwachstums der Knochen – möglich und erfolgen
stationär in Allgemeinnarkose.
Die Operation - Abtragungen von Höckern, Zugabe von Knochen
/ Knorpel - erfolgt über den Naseninnenraum. Durch diese spezielle
Operationstechnik kommt es später zu keiner sichtbaren Narbenbildung.
Direkt nach dem Eingriff treten Schwellungen auf und zur Abheilung
der Wunde muss die Nase in der Regel austamponiert werden. Atmen
ist während der ersten Tage nach dem Eingriff nur durch den
Mund möglich. Postoperativ wird das Nasengerüst mit einem
Gipsverband für 1o Tage geschient. Ein erster Gipswechsel erfolgt
nach 7 Tagen, wenn die Nase bereits teilweise abgeschwollen ist.
Das endgültige Resultat der Operation liegt 3-6 Monate nach
dem Eingriff vor.
Nach Abschluss des 5. Lebensjahres kann mittels einer Ohrenanlageplastik
der fehlentwickelte Knorpel korrigiert und neu geformt werden.
Ausgehend von der Rückseite der Ohrmuschel wird der operative
Eingriff vollzogen, und der Knorpel so geformt, dass die gewünschten
Wölbungen entstehen und das Ohr anliegt. Die Wunde wird dann
mittels selbstauflösbaren Nähten verschlossen. Durch diese
schonende Operationstechnik kommt es später zu keiner sichtbaren
Narbenbildung.
Die Operation erfolgt meist in lokaler Betäubung, selten in Allgemeinnarkose.
Während der ersten Tage nach dem Eingriff trägt der Patient
zum Schutz der Wunden einen Kopf/Ohr-Verband. Danach ist das Tragen
eines Stirnbandes für 2 Wochen nötig.
Was zahlt
die Krankenkasse?
Die Kosten für chirurgische Eingriffe werden in der Regel von
den Kassen übernommen. Rein ästhetisch-chirurgische Operationen
sind jedoch in den meisten Fällen privat zu bezahlen. Das individuelle
Krankheitsbild des Patienten bestimmt, ob die Krankenkasse einer Kostenübernahme
zustimmt. |