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III) HANDCHIRURGIE:

Angeborene Fehlbildungen - Dupuytren`sche Kontrakturen - Handtumore - Rheumatische Erkrankungen - Überbeine - Verwachsungen (Korrektur von Sehnenscheidenengen)

Angeborene Fehlbildungen:

Hier erfolgt meist im frühen Kindesalter ein operativer Eingriff, um die Funktion der Hand als Greiforgan zu erhalten bzw. zu verbessern.
  • Aplasie: unvollständig ausgebildete Handteile
  • Hexadaktylie: Hand weist 6 Finger auf
  • Hypoplasie: Verschmälerung des Knochens und der Weichteile
  • Schnürringe
  • Syndaktylie: Zusammenwachsen von Fingern oder Zehen

Dupuytren'sche Kontrakturen:

Nach einer anfänglichen Knoten- und Strangbildung im Bereich der Handinnenfläche kommt es im späteren Stadium zu einer Schrumpfung der unter der Haut liegenden Bindegewebsplatte. Dadurch entsteht die für dieses Krankheitsbild charakteristische Beugestellung einzelner Finger. Bei ausgedehnten Formen ist die Hand nicht mehr funktionstüchtig. Langfristig kommt es zu Gelenksveränderungen, die nicht mehr ganz beseitigt werden können. Daher ist eine rechtzeitige Operation anzuraten.
Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose. Das veränderte Gewebe wird vollständig entfernt und die Beweglichkeit der Hand wieder hergestellt.
Nach der Operation wird ein Gipsverband angelegt.

Handtumore:

Wenn ein Tumor im Bereich des Handgelenks, der Mittelhand oder der Finger festgestellt wurde, sollte dieser entfernt werden, um primär die Art des Tumors zu diagnostizieren und seine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose.
Bei den gutartigen Handtumoren handelt es sich meist um ein Ganglion (=Überbein), Lipom oder Hämangiom. Nach einer genauen Bilddiagnostik werden solche Tumore unter Schonung von Gefäßen und Nerven entfernt (wofür exakte anatomische Kenntnisse und langjährige Erfahrung erforderlich sind).
Nach der Entfernung bösartiger Handtumore kann eine Wiederherstellungsoperation induziert sein.

Rheumatische Erkrankungen:

Sie betreffen meist Gelenke, Sehnen und Sehnenscheiden. Es kommt zu Deformierungen bzw. Achsenabweichungen von Handgelenk und / oder Fingern. Hier kann durch Gelenkersatzoperationen geholfen werden. Bei Befall von Sehnen (Beuge – und Strecksehnen) und deren Sehenscheide wird das degenerativ veränderte Gewebe entfernt und abgerissene bzw. abrissgefährdete Sehnen werden rekonstruiert.

Überbein (Ganglion):

Überbeine (die häufigsten gutartigen Handtumore) sind Flüssigkeitsansammlungen in Gewebesäcken, die meist an den Gelenken der Hand auftreten.
Die Entfernung erfolgt in Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose.
Nach der Operation wird für eine Woche ein Gipsverband angelegt.

Verwachsungen: Sehnenscheiden-Engen:

Das verengte Sehnenfach wird gespalten und die Sehne aus der Verwucherung gelöst. Der Eingriff wird meistens in örtlicher Betäubung durchgeführt.